
Als Schwarze Person habe ich leider viel Rassismus im Alltag und in unseren Institutionen erfahren und habe gedacht, ich lerne damit umzugehen, aber spätestens als ich Mutter wurde, stellte ich fest, dass es mit meinen Kindern weitergeht - auch in unseren Institutionen. Es war der Moment, in dem ich entschied mich politisch zu engagieren, um Rassismus auf allen Ebenen entschieden entgegen zu treten.
Die NSU-Morde, der Anschlag in Rostock-Lichtenhagen, Hanau und noch viele mehr zeigen, dass Rassismus tötet. Ich habe damals als Mitglied der Steuerungs-AG beim Programm für Demokratie und Menschenrechte gemeinsam mit vielen Akteur*innen der Zivilgesellschaft einen Landesaktionsplan gegen Rassismus initiiert.
Jetzt als Mitglied des Niedersächsischen Landtags konnte ich herbeiführen, dass wir in der rot-grünen Koalition Beschlüsse dazu fassen, damit Niedersachsen rassismuskritisch aufgestellt wird. Dabei ist mir besonders wichtig, dass wir gesamtgesellschaftlich Rassismus entschieden bekämpfen, gemeinsam mit Betroffenen-Verbänden, Gewerkschaften, Kirchen , Arbeitgeber*innen und noch vielen mehr.
Ich bin sehr dankbar, dass dieses Thema in unserer Landesregierung Priorität gesetzt bekommen hat und wir finanziell Antirassismus-Arbeit in Niedersachsen fördern. Antirassismusarbeit ist vielfältig und muss auf unterschiedlichen Ebenen behandelt weden:
- Deshalb wollen wir uns mit der kolonialen Vergangenheit Niedersachserns auseinandersetzen und die Lerninhalte und Schulbüchern bearbeiten.
- Die Vielfalt unserer Gesellschaft auch in den Schulbüchern abbilden.
- Wir wollen unsere Institutionen und Sicherheitsbehörden rassismus- und diskriminierungskritisch aufstellen.
- Hass und Hetze im Internet bekämpfen.
Antirassismusarbeit liegt mir sehr am Herzen, denn es betrifft Millionen Menschen in unserer Gesellschaft und eine rassismuskritische Gesellschaft trägt zum Schutz der Menschenwürde bei und ist damit gleichzeitig Demokratieschutz. Deshalb bleibe ich dran, um dieses Ziel zu erreichen!